Ideologien - Gefahren und Chancen. Oder der Nichtsnutz der Ideologien.

Uwe (Vertretung des GAA)

des Forum‘s
Teammitglied

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Wieso wird oft, nicht immer und nicht überall, in religiösen, glaubenden, auch spirituellen und esoterischen Kreisen eine Idee und ausgeprägte Ideologien als gefährlich und unnützlich empfunden? Bzw. wo nimmt man es als Chance wahr?

Wer kennt die Gemeinsamkeiten von Idee, Erwachen und universeller Botschaft? ;)
 
D

Durga Lal

Guest
Wieso wird oft, nicht immer und nicht überall, in religiösen, glaubenden, auch spirituellen und esoterischen Kreisen eine Idee und ausgeprägte Ideologien als gefährlich und unnützlich empfunden? Bzw. wo nimmt man es als Chance wahr?

Wer kennt die Gemeinsamkeiten von Idee, Erwachen und universeller Botschaft? ;)
Nun, eine Idee ist noch etwas anderes als eine Ideologie, bzw. ein Ideologisieren von ... Nahrung, Kleidung, uvm ....
Ich glaube, dass Vieles seine Berechtigung hat - und diese verliert, sobald es eine Ideologie wird.
Ideologien, wie ich sie kenne, zeichnen schwarz und weiss ....
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Was ist eine Ideologisierung von Nahrung und Kleidung? Hier stößt mein Deutsch offensichtlich an Grenzen.

Aus meiner Sicht fügt sich eine Ideologie aus vielen Ideen zusammen und verknüpft sich zu komplex zusammenhängenden und abgestimmten Ideen zu einer in sich stimmigen Ideologie.

Aus meiner Sicht entspricht eine jeweilige Religion ebenfalls einer Ideologie. Mein Rabbi widerspricht mir darin und sagt, dass Adonai (Gott) sich dem Volk Jisrael selbst zeigte und Moische z.B. keine Idee von Adonei bekam. Auch in hinduistischen, buddhistischen und anderen Religionen wird von Offenbarungen geschrieben und gesprochen. Ja selbst im freien spirituellen und esoterischen wird auf entitäre Offenbarungen gehofft und gebaut.

Der Spaß dürfte derart erfahren werden, dass es so wie Oben weitgehend stimmt.

In dem wir bewusste, sogar selbstbewusste Lebewesen sind entspricht diese Bewusstheit bereits der Offenbarung.

Warum allerdings es noch kaum und eher selten nicht viel mehr durchgedrungen ist, dass unser Bewusstes nur eine Simulation dessen entspricht was wirkt … und ein 1:1 Bewusstsein nicht lebendig ist, weiß ich nicht einzuschätzen.
 

*Eva*

Well-known member
Ich denke, jeder versteht unter Ideologie ein bisschen etwas anderes.
Für mich ist der Ausdruck negativ besetzt.
Sofort fällt mir das 3. Reich dazu ein, aber auch das sogenannte Gutmenschentum, vom strikten Veganer bis zum intoleranten Hundehasser etc.
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Liebe @*Eva* , könnte es sich wie bei vielen Bezeichnungen ähnlich wie z.B. beim Wort „Liebe“ auch mit dem Worten Idee und Ideologie verhalten?

Wenn man weniger gute Erfahrungen mit „Liebe„ machte diese als eher negativ empfindet, oder nach ihr schmachte, weil noch nicht positiv erlebt?

Oder wenn man geliebt wurde und man seine eigene Liebe jemanden schenken und diese erwidert beantwortet bekommt, diese dann positiv besetzt damit ist, selbst in den späteren Situationen in denen sie dann nicht ideal ist?

Yup, trockene, vorwiegend thesenhafte, und mit kaum eigenen Erfahrungen fast leere Ideologien lasse ich ebenfalls einfach liegen und ziehe weiter. Vielleicht meint dies @Durga Lal .

Wenn wer Achtsamkeit z.B. derart erfährt, dass ihm die eigenen Gefühlswahrnehmungen und die sich daraus erhebenden Ideen selbst erscheinen, oder wenigstens von anderen darauf hingewiesen würde, dass es Empfindungen, Hoffnungen und zum großen Teil Auslegungen derer sind kann geschehen, dass man seine eigenen, bis dato selbst einem unbekannten, Ideologien begegnen könnte.

Wer mag dies aber schon und wozu, könnte da eine Frage aufkommen, da doch das was jedweder empfindet, fühlt, daraus sich Ideen und Ideologien entwickeln, Persönlichkeit Profil und Identität reift.

Yup, dies, im darüber geschriebenen Satz, entspricht der westlichen Selbstverwirklichung, die sogar nicht scheut östliches diesem einzuordnen. Das westliche Ich mag offenbar erfahren was und wer es ist, sich selbst optimal und universal erfahren und spüren. Selbst das Östliche wird von diesem Strom angezogen und mitgenommen. Das Östliche, einiges davon zumindest, suchte nach dem was ES ist und verschiedentlich entdeckte einiges, dass Selbstverwirklichung, Selbstempfinden zwar Bestandteile unserer Existenz sind, diese aber wahrgenommenen und sogar empfindende Simulationen dessen entsprechen was wirkend tatsächlich existent ist.

Jeder von uns hätte nun, so es ihn ergreift und es die Umstände und die eigene Persönlichkeit erlaubt, die Möglichkeit sich einem Strom zu übergeben. Einer führt zum Ich, zum menschlichem gottfreien, unentschiedenen und offenen, oder zum göttlichen Selbst. Und dabei darf ich erinnern, dass Götter zwar millionen von Jahren leben aber eben dennoch sterblich sind und zu deren Zeit tot sein werden. Ein anderer führt zu dem was unsere Person, unser Selbst, unser Ich als etwas leben lassen was einzigartig in Zeit und Raum lebt, was nicht sich in eigenen Varianten wiederholen wird, sondern bereits schon jetzt ein sich lange wandelndes Sein im unvergänglichem ist. Ein weiterer interessiert sich nahe am Geschehen und Handeln, lebt damit was ihn lebt und er zu leben hat.

Selbst hatte ich erfahren und es lebt mich nach wie vor derart, dass ich meine Simulation zu jeder Sekunde luzid erlebe, also nicht eine Ideologie predige, oder verbreiten mag. ;)
 
D

Durga Lal

Guest
Ideoligisierung hat für mich religiöse Züge.
Wenn es z. B. Nahrungsmittel gibt, die man nicht essen"darf" oder so.
Bei einer Ideologie wird gewertet - auf und ab.
Eine Idee, ein Gefühl - das ist erst mal da und ist wertfrei.
Eine Ideologie wertet das aber auf oder ab.
Und damit Mesnchen auf oder ab.
Das gefällt mir, glaube ich, nicht.
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Ideoligisierung hat für mich religiöse Züge.
Wenn es z. B. Nahrungsmittel gibt, die man nicht essen"darf" oder so.
Bei einer Ideologie wird gewertet - auf und ab.
Eine Idee, ein Gefühl - das ist erst mal da und ist wertfrei.
Eine Ideologie wertet das aber auf oder ab.
Und damit Mesnchen auf oder ab.
Das gefällt mir, glaube ich, nicht.
Das trifft nach meiner Sicht auf alle religiösen und politischen Ideen zu. Im Kommunismus darf der eine nicht mehr als der andere haben, im Hinduismus darf kein Fleisch gegessen werden, im christlichen sollte jeder sich taufen lassen, im esoterischer Selbstsuche sollte man Freiheit leben und und und und.

Wo lebt keine Ideologie, frage ich mich soeben etwas lächelnd?
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Ideoligisierung hat für mich religiöse Züge.
Wenn es z. B. Nahrungsmittel gibt, die man nicht essen"darf" oder so.
Bei einer Ideologie wird gewertet - auf und ab.
Eine Idee, ein Gefühl - das ist erst mal da und ist wertfrei.
Eine Ideologie wertet das aber auf oder ab.
Und damit Mesnchen auf oder ab.
Das gefällt mir, glaube ich, nicht.
Das trifft nach meiner Sicht auf alle religiösen, spirituellen, politischen und wissenschaftlichen Ideen zu. Im Kommunismus darf der eine nicht mehr als der andere haben, im Hinduismus darf kein Fleisch gegessen werden, im christlichen sollte jeder sich taufen lassen, in esoterischer Selbstsuche sollte man Freiheit leben, in der Naturwissenschaft nur bewiesenem Glauben schenken und und und und.

Wo lebt eigentlich keine Ideologie, frage ich mich soeben etwas lächelnd.
 
D

Durga Lal

Guest
Das trifft nach meiner Sicht auf alle religiösen, spirituellen, politischen und wissenschaftlichen Ideen zu.
Genau - darin liegt die Schwierigkeit.
In der Esoterik gibt es ebensolche Zweige.

Im Kommunismus darf der eine nicht mehr als der andere haben, im Hinduismus darf kein Fleisch gegessen werden, im christlichen sollte jeder sich taufen lassen, in esoterischer Selbstsuche sollte man Freiheit leben, in der Naturwissenschaft nur bewiesenem Glauben schenken und und und und.
Der Punkt ist eine Art "Stafandrohung", wenn man sich anders verhält.
Wer nicht getauft wird, kommt in die Hölle.
Wer Weizen ist, wird krank.
Wer Zucker ist, ist süchtig.

Wer sich nicht ideologiekonform verhält, wird abgewertet oder dergl.
Das ist der Grund, weshalb ich da bei mir aufpassen werde.
Denn wo mit Angstmacherei oder Abwertungen gearbeitet wird, kann keine Liebe sein - und mag die "Bedrohung" auch noch real sein/erscheinen.
Das habe ich verstanden.

Wo lebt eigentlich keine Ideologie, frage ich mich soeben etwas lächelnd.
[/QUOTE]
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Das war glaube schon immer so. Wer nicht rannte wurde vom Sebelzahntiger gefressen. Wer anders war als die Anderen war oft weniger willkommen und wurde oft verdrängt und weggeschoben.

Viele haben zugleich kaum andersartiges gefördert, sogar eher demontiert. Und zugleich haben wir Knospen und Wurzeln, die uns sein lassen könnten wie wir jeweils verschieden sind und es könnte uns selbst da rennen lassen wo wir Gefahr entkommen könnten und wir könnten lächeln, in Richtung derer die etwas von uns erwarten was diese nur deshalb selbst erfüllen weil es irgendwo von ihnen erwartet wird.
 
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